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 Smokey

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Casi
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BeitragThema: Smokey   Mo Nov 09 2015, 22:45

Smokey
Sucht geduldige Menschen

Der 2009 geborene Husky-Rüde Smokey ist von der Optik her ein absoluter Bilderbuch-Husky und wäre sein Leben anders verlaufen, würde er sicher nicht lange auf unserer Seite nach einem passenden Zuhause suchen. Leider gab ihm jedoch sein bisheriges Dasein nicht all zu viele Anlässe, den Menschen zu vertrauen. Angeschafft wurde Smokey im Alter von 6 Monaten - woher er ursprünglich stammt, ist leider kaum nachvollziehbar, da er über ein Inserat verkauft wurde. Die folgenden 1,5 Jahre verbrachte er dann angebunden im Garten, bis er schließlich vom Veterinäramt beschlagnahmt wurde und zu uns gelangte.
Als Smokey bei uns in Wulfstorf ankam, sahen wir uns einem zutiefst verunsicherten Hund gegenüber, der nicht ansatzweise verstand, was man nun eigentlich von ihm erwartete - dementsprechend hat er sich den verschiedenen Menschen gegenüber auch unterschiedlich benommen. Seine Unsicherheit äußerte sich auch nicht in Angst oder Rückzug, vielmehr neigte Smokey zum Schnappen, wenn man ihn in seinen Augen bedrängte. Er wusste nicht, wie er seinem Gefühlszustand anders Ausdruck verleihen sollte. Auffällig war jedoch von Anfang an, dass es auch Menschen gab, denen er mehr Vertrauen schenkte. Je ruhiger die Person mit ihm umging, desto weniger benahm sich Smokey auffällig. Unsicherheit oder forsches Auftreten brachten ihn dagegen völlig aus dem Konzept.

Inzwischen hat der hübsche Polarhund einen "Personal Trainer" in Gerd Schreiber von der Hundeschule Sagesch gefunden, der sowohl Smokey selbst als auch den Mitarbeitern in der Station zeigt, wie man sich gut miteinander versteht - denn in der Tat gibt es ein Problem mit der Verständigung, so dass es besonders wichtig ist, dass alle Zweibeiner gleich mit ihm agieren. Nur so weiß Smokey, was man von ihm will und wie er sich verhalten soll. Smokeys Training sieht derzeit etwa so aus: Möchte man ihm zum gemeinsamen Spaziergang das Geschirr anziehen, so wird das mit dem Wort "Geschirr" angekündigt und Smokey steckt seinen Kopf hindurch. Anschließend bekommt er ein "Stopp" und ein Markersignal, so lange stehen zu bleiben, bis das Geschirr auch geschlossen ist. Jede Ankündigung wird mit einem "Klick" bestätigt und am Ende belohnt.

Ist man dann zur Wanderung aufgebrochen und trifft auf dem Weg andere, möglicherweise pöbelnde Hunde, wird die Gepöbel mittels "Klick" unterbrochen. Smokey wird gelobt und belohnt, bleibt die Aufmerksamkeit auf den Menschen gerichtet, wird erneut bestätigt und belohnt. Trifft man später auf Rehe, Pferde oder auch Menschen, so darf und soll er erst einmal alles sehen - man sollte ihn nicht im Vorwege ablenken. Wenn er stehen bleibt und beobachtet, wird mit dem Wort "Scannen" bestätigt und geklickt (das gucken wird in dem Fall auch als Belohnung eingesetzt). Nun schaut man quasi gemeinsam mit Smokey, erlaubt es und bestätigt ihn. In den allermeisten Fällen dreht er sich dann wieder zu seinem Menschen, was dann mit einem erneuten "Klick" bestätigt wird. Smoket weiss dann, dass diese Situation vollkommen in Ordnung war und dass er alles richtig gemacht hat. Man kann dann entspannt weiter gehen.

Rennt ein Reh vor ihm davon, so kann man Smokey wunderbar mit einem Futterspiel bei mehrmaligem Schnalzen ablenken. Eine weitere Belohnung ist für Smokey "Buddeln". Wenn er buddelt, wird das wieder mit einem Klick und einem Keks in seine Richtung bestätigt. Man schafft damit eine gemeinsame Beschäftigung und kann diese auch durch die Äußerung "Stopp" unterbrechen. Schlägt Smokey irgendwann aber doch mal über die Stränge und dreht etwas zu hoch, so lässt er sich schnell durch ein langgezogenes "Easy" verbal beruhigen. Meist kommt er dann an und lässt sich streicheln. Das klingt jetzt vielleicht umständlich, ist es aber überhaupt nicht. Für Smokey ist es sehr wichtig, dass er sich an seinen Menschen orientieren kann, und dieser immer gleiche Ablauf hilft ihm ganz enorm dabei, auch mit unterschiedlichen Zweibeinern klar zu kommen, weil er sie einfach "versteht".

In seiner Vergangenheit hat Smokey sicher keine positive Bestärkung erfahren, lediglich schlechtes Verhalten wurde bestraft. Das hat ihn natürlich frustriert, daher wohl auch sein Verhalten. Für ein schönes Zusammenleben sollte man möglichst viele gemeinsame Aktionen starten, bei denen Smokey sich am Menschen orientieren kann - wo er seine Bestätigung erhält und eine klare, konsequente (nicht strenge) Führung. Wenn Sie sich vorstellen können, dieser Mensch zu sein und die nötige Ausgeglichenheit mitbringen, um das Training mit Smokey kontinuierlich so fortzusetzen, wie es begonnen wurde, dann werden Sie einen unglaublich treuen und anhänglichen vierbeinigen Freund an Ihrer Seite dazu gewinnen. Ein anderer Hund hingegen sollte nicht unbedingt im Haushalt vorhanden sein, da Smokey dadurch auch schnell gestresst sein kann. Zwar spielt und tobt er gelegentlich gern mit Hündinnen herum, doch dauerhafte Hundegesellschafft nervt ihn. Sollten Sie sich für Smokey interessieren, so melden Sie sich gern bei uns und wir leiten ein Treffen in die Wege.


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