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 Wo sich die Schweizer Wölfe verstecken

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Puck
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BeitragThema: Wo sich die Schweizer Wölfe verstecken   Fr Aug 03 2012, 06:12

In der Schweiz leben bis zu 20 Wölfe. Die Grossraubtier-Expertin Danielle Gugolz erklärt, was passiert, wenn Mensch und Wolf aufeinandertreffen und weshalb Lamas ganz gute Herdenbeschützer sind.
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Die zehn Wölfe in der Schweiz sind nummeriert und ihre Bewegungen werden verfolgt: Ein Überblick darüber, wo sich die Wölfe befinden. (F=weiblich / M=männlich)
Bild: Kora
Nachdem der Bär M13 im Kanton Graubünden in den letzten Wochen immer wieder für Schlagzeilen sorgte, ist gestern ein anderes Raubtier in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Ein Wolf hat am Freitag auf der Alp Ramuz am Kunkelspass bei Vättis zwei Schafe gerissen. Laut der St. Galler Staatskanzlei war dies der erste Wolfsriss im Kantonsgebiet überhaupt.

Offiziell ziehen zurzeit zehn Wölfe durch die Schweizer Wälder – sieben Männchen und drei Weibchen. Laut Danielle Gugolz, Projektleiterin Grossraubtiere beim WWF sind dies allerdings nur diejenigen Tiere, die genetisch identifiziert sind. «Man rechnet mit bis zu zehn weiteren Individuen, die sich in der Schweiz aufhalten», erklärt sie. Dazu gehören auch die beiden Tiere, die seit Mitte 2011 im Kanton Graubünden und jetzt auch in St. Gallen unterwegs sind.

87 Betriebe werden geschützt

Seit der erste Wolf im Jahr 1995 in die Schweiz zurückgekehrt ist, versuchen Alpbewirtschafter ihre Nutztiere vor dem Raubtier zu schützen. Dies – trotz den vereinzelten Angriffen – mit Erfolg. «Nur zehn Prozent der geschützten Betriebe werden von Wölfen angegriffen», sagt Gugolz. Bei ungeschützten Alpen würden solche Zwischenfälle viel häufiger vorkommen.

Der Bund unterstützt Bewirtschafter, deren Betriebe in Territorien von Wölfen und Luchsen liegen. Für die nationale Koordination der Herdenschutzmassnahmen ist die Beratungsstelle Agridea zuständig. Sie kommt auch im jüngsten Wolfsriss auf der Alp Ramuz zum Einsatz. Agridea-Mitarbeiter werden nun untersuchen, wie die rund 400 Schafe dort besser geschützt werden können.
Lamas: Eine Alternative

Im Jahre 2011 wurden insgesamt 87 Betriebe von rund 200 Herdenschutzhunden beschützt. Viele von ihnen im Berner Oberland, in den Kantonen Waadt, Wallis und Freiburg, aber auch in der Innerschweiz, im Bündnerland und im Tessin.

Hunde sind jedoch nicht die einzigen Tiere, die sich zur aktiven Abwehr von Wölfen eignen. Zurzeit wird in einigen Regionen der Einsatz von Lamas als Alternative für Hunde getestet. So im Entlebuch, wo es in den letzten Monaten zu mehreren Wolfrissen kam.

Laut dem Lamazüchter René Riedweg (siehe Video) eignen sich die neugierigen Tiere gut für den Schutz von Schafen. «Sollte ein Wolf angreifen, würde sich das Lama zur Wehr setzen. Es würde spucken und den Wolf mit den Vorderbeinen attackieren», sagt er. Die Präsenz von Lamas auf einer Alp hat auch andere Vorteile. Denn für Touristen, die sich manchmal vor Schutzhunden fürchten, ist ein Lama das angenehmere Tier.

Ob Lamas eine gute Alternative für Hunde als Nutztierbeschützer sind, ist für Gugolz fraglich: «Ein richtiger Schutzhund wächst mit der Herde auf, fühlt sich als Teil einer Familie und verteidigt diese auch dementsprechend vor Angriffen», sagt sie. Ein Lama oder ein Esel würden bei einem Angriff zwar auch agressiv, würden aber letztlich nur sich selbst verteidigen.

Schweizer Wölfe vermehren sich langsam

Die Zahl der Wölfe in der Schweiz bleibt seit mehreren Jahren konstant. Weshalb das so ist, ist der Wissenschaft ein Rätsel. «Die grosse Frage ist: Weshalb reproduzieren sich die Wölfe in der Schweiz nicht?», sagt Gugolz. In Frankreich beispielsweise hätten sich die Tiere innert weniger Jahre vermehrt. In der Schweiz ist dies anders: Hier wurde bisher keine Fortpflanzung festgestellt.

Eine Erklärung dafür gibt es nicht – lediglich Vermutungen: «In der Vergangenheit wurden Tiere illegal, aber auch legal abgeschossen. Vielleicht ist es aber auch nur Zufall, dass Männchen und Weibchen bisher nicht aufeinander getroffen sind», erklärt Gugolz.

Eine Freude, keine Sorge

Für die Zukunft zeigt sich die WW-Projektleiterin aber optimistisch: «Ich denke in zehn Jahren werden wir mehrere Wolf-Familien in der Schweiz haben.» Dann könnte es auch sein, dass der Wolf vermehrt in Regionen im Flachland vordringt. «Der Wolf ist ein anpassungsfähiges Tier, das potentiell überall leben kann, solange es in dem Gebiet genug Ruheplätze gibt», sagt sie.

Sollten die Wölfe ihren Lebensraum wirklich ausdehnen, wäre dies laut Gugolz ein Grund zur Freude, und nicht zur Sorge. «Wölfe sind sehr scheu und würden sich sofort verstecken, wenn sie einen Menschen antreffen.» (baz.ch/Newsnet)
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Sehr interessanter Bericht.
GLG
Marion, Puck und Yukon

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Casi
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BeitragThema: Re: Wo sich die Schweizer Wölfe verstecken   Fr Aug 03 2012, 08:01

Fand ich auch sehr interessant zu lesen. Dass die Population in der Schweiz hinter den Erwartungen zurückbleibt, hääte ich auch zuerst mit einer höheren Zahl von Abschüssen erklärt. Sind schweizer Jäger etwas schiesswütiger als französische ?
Ungewöhnlich ist auch das starke Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Tieren.
Lamas als Herdenschutztiere...naja...sicher eine Attraktion und wenns hilft, gut. Aber ob sich da mal die "hundeängstlichen" Touries nicht vertun confused .
Wenn da ein Wanderer auf eine Schaafherde trifft, kann er doch das abwehrende knurren eines Hundes gut einordnen. So ein Lama hingegen sieht ja so knuddelig aus, da geht man gerne hin um es zu streicheln.....und hat prompt die Vorderläufe im Magen Shocked

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BeitragThema: Re: Wo sich die Schweizer Wölfe verstecken   Fr Aug 03 2012, 14:55



Hier sind unsere Lamas löööl löööl + Schutzhund löööl
Aber keine Wölfe löööl


Im Dorf ist ein Bauer, der hat seiner Frau zur Silberhochzeit Alpakas gekauft!
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Puck
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BeitragThema: Erstes Wolfsrudel in der Schweiz und 1. Junges   Fr Sep 07 2012, 06:37

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Chur - Ein Wolfspaar in Graubünden hat Nachwuchs bekommen. Am Churer Hausberg Calanda sind Welpen gesichtet worden. Damit ist erstmals seit der Rückkehr des Wolfes in die Schweiz im 1995 ein Wolfsrudel nachgewiesen worden.
Beim Amt für Jagd und Fischerei Graubünden sind in den letzten Tagen zwei Beobachtungen von Wolfswelpen eingegangen, wie das Amt am Donnerstag mitteilte. Beide wurden von Jägern gemacht.

Während zwei Jäger drei Welpen sichteten, lieferte ein dritter Waidmann gleich ein Foto, auf dem ein kleiner Wolf klar erkennbar ist. Das Foto gelang dem Jäger mit einer Fotofalle. Er hatte sie aufgestellt, um nach einer unklaren Beobachtung Gewissheit zu bekommen.

Spektakuläres Ereignis

«Das sind die ersten Wölfe, die in der Schweiz seit ihrer Ausrottung vor 150 Jahren geboren wurden», sagte Hannes Jenny vom Amt für Jagd und Fischerei zur Nachrichtenagentur sda. Absolut spektakulär sei das, freute sich der Wildbiologe.

Damals bei der Rückkehr der ersten Wölfe habe man an so etwas wirklich nicht geglaubt. Nun zeige sich, dass die Alpen den Tieren offenbar die notwendige Lebensraumqualität zur Familiengründung bieten würden.

Bei den jungen Wölfen handelt sich um Nachwuchs der seit längerem am Calanda beheimateten zwei Wölfe. Die beiden Grossraubtiere sind letzten November erstmals zusammen gesichtet worden. Es war aber vorerst noch unklar, ob es sich um ein Paar oder zwei gleichgeschlechtliche Tiere handelte.

Wie viele Mitglieder die Wolfsfamilie nun zählt, ist noch unklar. Normalerweise zählt ein Wurf vier bis sechs Welpen. Meistens überleben aber nicht alle.

Wie es am Calanda weitergehe, könne man nicht voraussagen, erklärte Jenny. In der Regel würden junge Wölfe mit anderthalb Jahren selbständig und verliessen die Eltern. Bei einer so kleinen Familie müsse das aber nicht der Fall sein.

Ohne Herdenschutz geht es nicht

Ob es nun zu mehr Konflikten mit den Wölfen kommt, hängt stark von der Härte des nächsten Winters ab. Eines sei aber klar, betont der Wildbiologe: «Wenn man ja zum Wolf sagt, muss man auch ja zum Herdenschutz sagen.» Und der koste nun mal etwas. Am Calanda sei der Herdenschutz glücklicherweise gut ausgebaut.

Berggänger müssen vor den Wölfen keine Angst haben. Die Grossraubtiere gehen Menschen aus dem Weg. Man dürfe sich glücklich schätzen, so Jenny, nur schon den Kot der Tiere zu entdecken oder deren Spuren im Schnee.

In ganz Graubünden lebt rund ein halbes Dutzend Wölfe - die jungen Welpen nicht eingerechnet. Exakte Zahlen hat das Amt für Jagd und Fischerei nicht. Der Grund ist, dass die meisten dieser Grossraubtiere nicht sesshaft werden, sondern weit herumschweifen und auch mal den Kanton verlassen.

(bert/sda)
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BeitragThema: Re: Wo sich die Schweizer Wölfe verstecken   Fr Sep 07 2012, 12:01

Ist immer schön, das zu lesen!
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Wo sich die Schweizer Wölfe verstecken
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