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 Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert

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Puck
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BeitragThema: Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert   Mi Mai 09 2012, 07:18

News
Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert
By PR-Gateway Last updated: 8th Mai 2012

Die Züchter, egal ob von Hunden oder anderen Tieren, sind schon immer bemüht, ihre Tiere so miteinander zu paaren, sodass man schon im Voraus ziemlich sicher weiß, dass deren Kinder dem Rassestandard entsprechen. So haben sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Hunderassen entwickelt – für jeden Zweck gibt es den passenden Hund. Aggressive und wilde Tiere sind im Laufe der Jahrhunderte zu stubenreinen Haustieren geworden.

Schon immer hatte sich auch die Hundezucht dem Tierschutzgesetz verpflichtet – es ist erlaubt, die Tiere dem Rassestandard so genau wie möglich anzupassen, aber die Qualzucht ist verboten. Doch fragen sich aktuell Veterinärmediziner und Tierschützer: Wann beginnt die Qual für das Tier? Festzuhalten ist, dass durch einen Rassestandard, der bei nahezu allen gezüchteten Hunden eingehalten wird, der Genpol dieser Rasse verarmt. Durch diese Art Inzucht können Generationen später noch Gendefekte auftreten und damit zu Krankheiten, die erblich sind. Typisches Beispiel dafür ist die Bulldogge. Selbst oder gerade bei Einhaltung der Standards ist es schwierig aufgrund des großen Kopfs für den Hund Luft zu bekommen – bei hohen Temperaturen ist das ein hohes Risiko. Die Lebenserwartung liegt bei der Dogge meist nur bei 6 Jahren.

Weltweit wird momentan vielen Hunden die Nase weggezüchtet, damit sie auch im höheren Alter noch so niedlich wie Welpen aussehen. Die Anatomie des Schädels wird dadurch erheblich verändert – Atembeschwerden sind dabei vorprogrammiert. Ist das schon Qual? Es ist schwierig, dies zu messen. Die Grenze zu Leiden ist sehr schwammig und somit ist auch der Paragraf 11 b des Tierschutzgesetzes von 1972, in dem Qualzucht verboten wird, nicht eindeutig formuliert. Die Spätfolgen der Zucht, die meist erst nach mehreren Generationen auftreten, wollen meist auch die Züchter vermeiden. Doch wissen auch diese nicht, welche Anlageträger ein Tier in sich trägt. Sie warten schon lange auf einen Test, durch den sie sich herausfinden lassen können und man ihnen somit vorbeugen kann. Eine andere Lösung wären Fremdeinkreuzungen und “Blutauffrischungen”. Doch sind diese Vorgehensweisen für viele Züchter nicht unbedingt erstrebenswert. Denn die Nachfrager nach Tieren, besonders nach Hunden, möchten nicht mehr nur bloß einen Hund, der bestimmte Fähigkeiten besitzt – wichtig ist vor allen Dingen das äußere Erscheinungsbild.

Was gerade nachgefragt wird, ist eine Frage des Trends. Zurzeit ist vor allen Dingen der Handtaschenhund, wie Paris Hilton ihn “trägt”, beliebt. Viele Züchter legen dann bei den Kreuzungen vor allen Dingen Wert auf das Aussehen – nicht mehr vorrangig auf die Gesundheit. Und damit sind wir bei der Qualzucht. “Das muss eine gesellschaftliche Debatte werden! Es darf nämlich nicht mehr sexy sein, niedliche, aber kranke Hunde zu haben!”, fordert Tierarzt Rolf Willm Deckena und plädiert dabei vor allen Dingen für eine neue Zuchtethik. Die Problematik der Qualzucht ist kein neues Thema – schon 1999 versuchten sich Veterinärmediziner, Tierschützer und Vertreter von Behörden an dem Gutachten zur Auslegung des Paragrafen 11b des Tierschutzgesetzes. Doch ist dieser bislang unverbindlich geblieben. Nun soll das Tierschutzgesetz neu formuliert werden. Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner hat einen Entwurf für eine Neuformulierung vorgeschlagen. Bald soll es rechtskräftig werden. Qualzucht liegt nach ihrem Vorschlag dann vor, wenn “züchterische Erkenntnisse erwarten” ließen, dass Erbschäden vorliegen. Die Frage ist nun, ob eine Umformulierung den Tieren in der Realität etwas nutzt.

*Quelle: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Wollen wir hoffen dass da Tierschutzgesetz in vielen Bereichen mal konkreter formuliert wird und konsequenter umgesetzt wird.
GLG
Marion, Puck und Yukon

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Casi
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BeitragThema: Re: Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert   Mi Mai 09 2012, 23:49

Der Kundenwunsch bestimmt das Angebot No
Von daher muss man an der Wurzel anpacken und den (zukünftigen) Hundehaltern mal klar machen, was sie den Tieren antuen !
Bei der Aussage, dass durch einen Rassestandart der Genpool verarmt, mag ich aber widersprechen.
Es war einmal....der Wolf.
Durch 2 Jahrtausende der Domestikation, der Anpassung an den Menschen und der gezielten Züchtung existieren heute eben die vielen Rassen....Zielzucht.
Ein Hund als Modeaccesoir alá Tinkerbell emprinde ich als sehr kritikwürdig, was imho wirklich NoGo ist, wenn die Gesundheit des Hundes den Modewünschen der Kunden untergeordnet wird.....keine Ohren, kein Schwanz, keine Schnauze.....all das birgt vielerlei gesundheitliche Einschränkungen für den Hund.....
Andere (optisch normale Rassen) Hunde können mit solch Extremzüchtungen nichts anfangen, Möpse, Bulldoggen und kupierte Hunde haben ein immerwährendes Verständigungsproblem mit anderen Hunden.
Es gab und gibt immer wieder bei semiseriösen Züchtern die Verpaarung zu sehr verwandter Tiere, was oft zu Erbschäden führt, das ist klar !
Viele Rassen....Malamute, Wasserhund usw. standen mangels menschlichem Interesse bereits mal vor dem Verschwinden.
Wie weit darf der Ehrgeiz gehen, eine Rasse zu erhalten ?
Wenn die Menge der zur Verfügung stehenden Tiere nicht gross genug ist, genetische Gesundheit zu erhalten, bleibt eigentlich nur das Verschwinden dieser Rasse als vernünftige Lösung.
Andererseits wurde vor einiger Zeit durch selektive Rückzüchtung z.B. der deutshce Bärenhund wieder neu belebt......
Heikle Sache.
Ist die Menge der zur Zucht verwendeten Tiere gross genug, besteht keine Gefahr der Verarmung des Genpools, solange wirklich seriöse Züchter nicht bei einer Rasse auf Schema "F" züchten und ALLES auf den Zentimeter und auf jede Farbgebung fixiert sind.
Mal so meine Gedanken: Würde man alle Hunde sich so paaren lassen ohne Kontrolle wie halt die Hormone es ihnen vorgeben hätten wir in 100 Jahren keine Rassenunterteilte Hunde, sondern imho mittelgrosse graubraune Hunde, durchaus genetisch gesund aber MENSCH möchte MENSCHGEWOLLTE Hunde, die vielerlei Aussehen haben.
Der Mensch formte schon imer sein Umfeld und somit auch die Tiere.....
Vernunft steht dabei leider nicht immer im Vordergrund No

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MillyM
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BeitragThema: Re: Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert   Do Mai 10 2012, 10:19

Wäre der Mensch vernünftig, würde er diese Gottspielerei bleiben lassen...
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Puck
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BeitragThema: Re: Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert   Do Mai 10 2012, 16:58

MillyM schrieb:
Wäre der Mensch vernünftig, würde er diese Gottspielerei bleiben lassen...
Ganz meiner Meinung !! Überall muss sich in die Ntur eingemischt werden grr Genmanipulation hier und da, alles zum kotz Keiner denkt über die Folgen wirklich nach, egal in welchem Bereich.

GLG
Marion, Puck und Yukon

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Casi
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BeitragThema: Re: Qualzuchtgesetz im Tierschutz ist zu schwammig definiert   Fr Mai 11 2012, 23:21

Bei solchen Berichten und dem Gedanken dass Mensch die Krone der Schöpfung ist, bleibt mir echt die Spucke weg No

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