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 „Heidy“ sorgt vor Gericht für Ärger

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Puck
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BeitragThema: „Heidy“ sorgt vor Gericht für Ärger   So Apr 15 2012, 20:21

Heidy“ sorgt vor Gericht für Ärger
Tierheim muss Hund nicht an umstrittenen Hundezüchter herausgeben

Von Britta Baier

Tettnang Wer ist der Eigentümer von Schäferhund „Heidy“? Um diese Frage ist es vor dem Tettnanger Amtsgericht gegangen. Der umstrittene Schäferhundezüchter hatte beim Amtsgericht Tettnang per einstweiliger Verfügung gegen das Tierheim Friedrichshafen die Herausgabe der Hündin gefordert.

Was war geschehen? Besagte Schäferhündin „Heidy“ war im März 2012 als Fundtier ins Tierheim Friedrichshafen gekommen, wo eine entsprechende Computer-Abfrage ergab, dass der Hund vom eingetragenen Eigentümer – dem Kläger – verkauft worden sei. Einen Tag später meldete sich der vermeintliche Käufer und wollte sein Tier abholen – tauchte dann aber doch nicht auf. Stattdessen erschien der Kläger und behauptete, er sei der Besitzer, weil der Käufer ihm noch Geld vom Kauf der Hündin schuldete.

Da der Kläger jedoch keinerlei Unterlagen von „Heidy“ vorlegen konnte, wurde der Hund nicht herausgegeben. Einen Tag später erschien der Hundezüchter samt Käufer und dem Impfausweis erneut im Tierheim – allerdings konnte sich der Käufer nicht ausweisen, worauf das Tier blieb, wo es war. Kläger und Käufer gerieten daraufhin noch auf dem Gelände des Heimes in Streit, und die zu Hilfe gerufenen Polizeibeamten entschieden, dass „Heidy“ weiterhin im Tierheim bliebe.

Am nächsten Tag bat der Käufer mehrmals per Telefon um die Herausgabe „seines“ Hundes. Am Spätnachmittag sei die Tierheimtür aufgehebelt worden und die Hündin nicht mehr da gewesen – jedoch am gleichen Tag erneut als Fundtier bei einem anderen Finder abgeholt worden, wie der Rechtsanwalt des Tierheimes während der Verhandlung schilderte.

Vor Gericht legte der Hundezüchter Richterin Lauchstädt eine vom Schäferhunde-Zuchtverband ausgestellte Ahnentafel zu „Heidy“ vor: „Diese Ahnentafel ist quasi der Kfz-Brief für den Hund“, so der Kläger. Er habe dem Käufer seinerzeit vertraut und ihm guten Glaubens den Hund gegeben. Zwar hatten beide einen Kaufvertrag unterschrieben, doch hatte der Käufer dort einen falschen Namen angegeben, was der Kläger erst im Nachhinein bemerkt haben will. Mit einem Handschlag und einer Anzahlung von 100 Euro – der Rest sollte in 100 Euro-Raten monatlich abgezahlt werden – einigte man sich, wie der Kläger vor Gericht schilderte. Allerdings sei außer der Anzahlung weiter kein Geld geflossen. Zum genauen Kaufpreis wollte der Kläger vor Gericht keine Angaben machen.

Richterin weist Antrag zurück

Der Käufer habe ihn schließlich – nach den vergeblichen Besuchen im Tierheim – angerufen und ihm mitgeteilt, dass er den Hund nun doch habe und ihm zurückgeben wolle, was der Kläger jedoch ablehnte: „Mit der aufgebrochenen Tür im Tierheim wollte und will ich nichts zu tun haben – das war eine illegale Aktion. Auf diesem Weg wollte ich meinen Hund nicht zurück haben“, so der Kläger.

Richterin Lauchstädt wies schließlich den Antrag auf einstweilige Verfügung zurück: Zwar habe der Hundezüchter ihr glaubhaft gemacht, dass er der Besitzer des Tieres sei, jedoch sei der „eilige“ Verfügungsgrund aus ihrer Sicht kein hinreichend konkreter Grund. Zuvor hatte der Kläger seine Bedenken geäußert, wenn der Schäferhund weiterhin im Tierheim bliebe: „Das ist ein Gefahrenherd dort, aus dem der Hund schnellstens heraus muss – das Tier kann sich infizieren oder von einem Rüden gedeckt werden.“ Doch das sei der Richterin zu pauschal gewesen – schließlich seien in diesem Heim viele Tiere problemlos untergebracht, wie sie in der Begründung ausführte.

Seit Monaten sorgt der Kläger für heftige Diskussionen – erst im März hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg Anklage gegen den Hundezüchter erhoben. Ihm werden Vergehen gegen das Tierschutzgesetz sowie zahlreiche Ordnungswidrigkeiten gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Hundeverordnung vorgeworfen. Die Tierrechtsorganisation PETA hatte im Frühjahr vergangenen Jahres Anzeige gegen den Hundezüchter gestellt, nachdem Mitarbeiter der Tierrechtsorganisation vor Ort waren und die Zustände in der Anlage gefilmt hatten.

(Erschienen: 12.04.2012 18:25)
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Marion, Puck und Yukon

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